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Chirurgie-Symposium 2018
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Sprechstunden im Orthopädischen Fachzentrum Weilheim - Garmisch-Partenkirchen - Starnberg (OFZ)
Deutenhausener Str. 4, 82362 Weilheim i. Oberbayern
Termine nach Vereinbarung:
Telefon: 0881/9393-0
E-Mail: welser@endocentrum.de

MINIMALINVASIVE ENDOPROTHETIK DES HÜFTGELENKES



> Dr. von Welser operiert in der Chirurgischen Klinik Seefeld (www.klinik-seefeld.de), sowie im Klinikum Starnberg (www.klinikum-starnberg.de).

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Es werden gesetzlich versicherte Patienten sowie Privatpatienten behandelt.


Dr. v. Welser beantwortet häufige Fragen:




Wann macht sich eine Arthrose bemerkbar?
> Das Hüftgelenk als Bewegungszentrum im menschlichen Körper ist im Verlauf eines Lebens oft extremer Belastung ausgesetzt. Wenn sich das Gelenk durch Schmerzen bemerkbar macht, ist dies leider häufig bereits ein Zeichen für eine beginnende Arthrose, also einen Defekt im Knorpelüberzug der Gelenkfläche oder schon eine mehr oder weniger starke Deformierung des darunter liegenden Knochens.

Hat Arthrose etwas mit dem Alter zu tun?
> Die Arthrose ist eine typische Erkrankung des höheren Lebensalters. Allerdings können von Geburt an bestehende Fehlformen (Dysplasien), Fehlstellungen des Schenkelhalses oder Durchblutungsstörungen des Hüftkopfes bereits bei jüngeren Menschen zu einer Coxarthrose (Arthrose des Hüftgelenkes) führen. Häufig ist die Ursache aber auch nicht bekannt.

Als Behandlung hilft dann meist nur eine Operation?
> Bei jüngeren Menschen kann in einem frühen Stadium der Erkrankung bei geeigneten Fällen eine operative Stellungsänderung an Hüftkopf oder Hüftpfanne eine geeignete Behandlung sein. Bei einer fortgeschrittenen Arthrose sowohl beim jüngeren als auch beim älteren Patienten hilft nur die Operation mit Gelenkersatz. Einspritzungen ins Hüftgelenk, sogenannte Knorpeltherapien oder auch medikamentöse Knorpelaufbaupräparate sind auf längere Sicht unwirksam.

Welchen Stellenwert hat die Hüftgelenksendoprothetik in der Medizin?
> Der endoprothetische Gelenkersatz am Hüftgelenk ist eine Erfolgsgeschichte in der operativen Medizin. Bei vielen 100.000 Patienten, die in Deutschland mit einem künstlichen Hüftgelenk versorgt wurden, ist im Laufe der Jahrzehnte ein hoher Qualitätsstandard erzielt worden, an dem sich neue Operationsmethoden heutzutage messen müssen. Eine besondere Bedeutung haben derzeit die sogenannten "minimalinvasiven Zugänge" zum Hüftgelenk mit sehr kleinen Hautschnitten und einer größtmöglichen Schonung der umgebenden Muskulatur und der übrigen Weichteile.





Wer sollte die minimal-invasive Hüftendoprothetik anbieten?
> Ein erfahrener Operateur ist mit den anatomischen Besonderheiten vertraut.  Die minimal-invasive Hüftchirurgie beruht auf meiner langjährigen Erfahrung mit mehr als 5.000 minimal-invasiven Operationen am Hüftgelenk - sowohl beim Gelenkersatz als auch in der Unfallchirurgie.

Worin bestehen die Vorteile, wenn der Operateur zusätzlich auch erfahrener Facharzt für Unfallchirurgie ist?
> Gerade bei der Hüft-Chirurgie hat die enge Verflechtung der fachlichen Schwerpunkte Orthopädie und Unfallchirurgie insbesondere für den älteren Patienten eine besondere Bedeutung: Operative Knochenbruchbehandlung und Gelenkersatz lassen sich an der Hüfte häufig nicht von einander trennen.

Worin liegen weitere Schwerpunkte Ihrer Hüftchirurgie?
> Ein weiterer Schwerpunkt  ist die Wechseloperation bei gelockerter oder infizierter Endoprothese. Wenn große Knochendefekte vorliegen, gelingt es oft nur mit aufwendigen Spezial-Endoprothesen und Fremdknochentransplantationen, den Knochen, und damit die Funktion des betroffenen Beines wiederherzustellen.

Wie ist der sogenannte Oberflächenersatz am Hüftgelenk zu bewerten?
> Die noch zu kurzen Erfahrungen mit dieser wiederbelebten, teilweise knochensparenden Operation mahnen derzeit noch zur Vorsicht. Die neuen Trends in der Hüftendoprothetik haben faszinierende Vorteile und bergen doch gleichzeitig auch Risiken - Stichwort: "Metall trifft auf Metall"- , die kritisch betrachtet werden müssen. Ich biete den Oberflächenersatz am Hüftgelenk meinen Patienten deshalb nicht an.

Bei der Op-Planung eines künstlichen Hüftgelenkes

Beispiel einer Hüftgelenkersatz-Operation:

Die Operation beginnt mit einem ca. 5-7 cm langen Schnitt an der Außenseite des Oberschenkels. Der freigelegte Oberschenkelhals wird durchtrennt und der erkrankte Hüftkopf entfernt:
> Patient in Linksseitenlage. Nach typischer Hautdesinfektion und Abdeckung minimal-invasiver dorso-lateraler Zugang zum rechten Hüftgelenk. Nach Durchtrennung der Glutealfaszie und Teilung der Glutealmuskulatur Durchtrennung der Außenrotatoren am Ansatz. T-förmige Eröffnung der Gelenkkapsel. Herausluxieren des coxarthrotisch erheblich deformierten Hüftkopfes durch Innenrotation in typischer Weise. Knappe Resektion des Hüftkopfes.

< Stellung für Luxation und Resektion

Die natürliche Hüftpfanne wird für das Einsetzen der Prothesenpfanne entsprechend vorbereitet:
> Darstellung der Hüftgelenkspfanne mit Hohmann-Hebeln. Zentrieren und Ausfräsen der Hüftgelenkspfanne bis zur Größe 54 mm. Dann autologe Spongiosaplastik im Acetabulum und Implantation einer Lamella®-Schraubpfanne der Größe 54/28 mm.
> Einsetzen eines Durasul®-Dysplasie-Inlays mit dorso-cranialer Randüberhöhung.

<Lamella-Pfanne auf dem Pfannensetzgerät

Als nächstes wird der Markraum des Oberschenkelknochens mit einer Raspel vorbereitet und der Endoprothesenschaft im Markraum fixiert:
>
Darstellung des Oberschenkelschaftes. Bohrung und Ausfräsen des Oberschenkelschaftes bis zur Größe 6. Nach Setzen des Zieldrahtes Implantation eines Stühmer®-Lamellenschaftes des Größe 6 neutral.

Auf den Hals des Endoprothesenschaftes wird ein Kugelkopf gesetzt, der die bewegliche Verbindung zwischen Schaft und Pfanne herstellt. Anschließend prüft der Operateur das künstliche Hüftgelenk nochmals auf seine Beweglichkeit:
> Nach Probe-Läufen zur Längen- und Luxationskontrolle Aufsetzen eines Hüft-Kopfes der Größe 28 mm. Reposition. Transossäre Reinsertion der Außenrotatoren und der Gelenkkapsel mit je 1 PDS-Kordel.

Situs nach Implantation u. Reposition

Nach dem Verschließen und Verband der Wunde gibt ein Röntgenbild  Aufschluss über den Sitz der Endoprothese. In die Wunde eingelegte Drainageschläuche verhindern Blutergüsse, damit nachsickerndes Blut abfließen kann:
> Einlegen von Redon-Drainagen. Nach abschließender Blutstillung schichtweiser Wundverschluß. Verband.

 

Die Komponenten eines künstlichen Hüftgelenkes
• Hüftpfanne aus Titan
• Gleitlager für den Hüftkopf aus Kunststoff (Durasul®-Inlay)
• Hüftkopf
• Schaft aus Titan


Bei der zementfreien Prothese wird die Pfannenkomponente in die Hüftpfanne geschraubt (Schraubpfanne). Die Schaftkomponente wird verklemmt. Beide Komponenten sind damit sofort stabil verankert. Die langfristige Fixierung wird durch das An- und Einwachsen von Knochen auf den Implantatoberflächen erreicht.



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